Lügen haben kurze Beine – das Marketing lernt dazu

Mein letzter Artikel ist schon wieder einige Zeit her. Die aktuellen Kundenprojekte halten mich ziemlich auf Trapp. Trotzdem kurz an dieser Stelle:  Vielleicht ist es nur ein Effekt des „Man sieht nur, was man weiß“, aber seit ich mich mit dem Thema Vertrauen beschäftige (mein letzter Blog-Artikel „Ehrliches Marketing – geht das?“ ) höre und lese ich überall davon.

So auch anlässlich des Marketing-Tags zum Thema „Powershift – Machtwechsel in der Marketing-Kultur?!“: „Der Machtwechsel, den der Marketing-Tag thematisiert, wird die Rolle des Marketing in der Zukunft maßgeblich bestimmen. Der Machtwechsel ist irreversibel und wird weiter zunehmen. Unternehmen verlieren zwangsläufig immer mehr ihr angestammtes Kommunikationsmonopol. Die Transparenz von Preisen und Qualitäten von Produkten und Dienstleistungen nimmt durch das Internet sprunghaft zu, ebenso die Transparenz von allem, was ein Unternehmen macht. Die Kunden werden unabhängiger und souveräner. Und Unternehmen gezwungen, eine neue Moral nach innen und außen zu leben. Sie müssen sich „gut“ gegenüber Mitarbeitern und Kunden verhalten und in alle Richtungen beziehungsfähig werden. Kontinuierlich verantwortungsvolles Handeln wird zur strategischen Notwendigkeit.“ Das meint Christoph Salz im Blog des Deutschen Marketing-Verbands.

Und auch das GundlachMarkenForum in der vergangenen Woche hat sich mit dem Thema Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit beschäftigt: Christian Köhler vom Markenverband e. V. hat betont, dass Glaubwürdigkeit der Schlüssel erfolgreicher Markenführung sei und dass dazu auch Transparenz gehöre. Es reicht also nicht mehr nur die Marke mit Glaubwürdigkeit aufzuladen, denn das hinter der Marke stehende Unternehmen ist jetzt im Blick. Interessant fand ich, dass ein MarkenForum sich mit dem Unterschied zwischen Moral und Ethik beschäftigt. Klaus Bandmeyer, langjähriger Markenberater, hat diese Unterscheidung mit Bravour klar gemacht: Unter Ethik verstehe man ein menschheitsübergreifendes Gesetz. Ihre Voraussetzungen seien Mut und Prinzipientreue, ihre Instanz sei das Gewissen. Unter Moral hingegen verstehe man die Verantwortung für die eigenen „Truppen“. Sie werde durch Tradition weiter gereicht. Ihre Instanz sei die Ehre. So betrachtet habe auch der Ehrenmord eine Moral.

Jetzt entdeckt Marketing also die Ethik, unterscheidet sie von der Moral und begreift, dass Lügen kurze Beine haben – wunderbar!

2 Kommentare von Lügen haben kurze Beine – das Marketing lernt dazu

  1. Danke für den Pingback. NUn weiß ich auch, warum ich das über Google Alerts nicht schon viel früher gefunden habe. Mein Monitoring berücksichtigt nur „Christoph Salzig“;-)

  2. Simone Bull says:

    Auch Google ist nicht perfekt ;-) Sorry für den Tippser.

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