Checkliste neue Webseite erstellen I

Es ist vollbracht. Zum Blog gibt es jetzt auch eine Webseite für Bull Marketing. Was ist zu beachten beim Erstellen einer Webseite? Welche Erfahrungen habe ich – aus Kundenperspektive hautnah – gemacht in den letzten Wochen?

Bei mir hat der Prozess der Erstellung meiner Webseite dazu beigetragen, meine Kunden, die nicht immer im Zeitplan bleiben, besser zu verstehen: Eine Webseite neu zu erstellen oder vollständig zu relaunchen, ist Arbeit – dafür sollten Sie neben dem Tagesgeschäft Zeit einplanen. Ganz nebenbei geht es nämlich nicht, auch dann nicht, wenn Sie beraten werden und eine Agentur die Webseite für Sie programmiert. Bei mir hat alles länger gedauert, als ich das wollte: Zum einen sind Kundenprojekte natürlich immer wichtiger, ja, ich habe natürlich auch viel selbst gemacht und über manche Dinge wollte ich gerne ein paar Nächte schlafen. Das ist vor allem in der Konzeptionsphase sinnvoll.

17 Schritte zu Ihrer neuen Webseite

Welche Schritte sollten Sie einplanen? Gehen wir einmal davon aus, dass das Profil Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation definiert ist. Die Hausaufgaben sind gemacht: der USP ist klar, das CD definiert, die Botschaft formuliert, die Produkte klar abgegrenzt und der Kundennutzen geklärt. Dann sind die folgenden Schritte sinnvoll:

  1. Analyse des Webauftritts der Konkurrenz

    Wie ist diese positioniert? Auf welche Keywords hat sie optimiert? Wie gut rankt diese bei der Google Suche? Setzt sie Social Media ein oder nicht?

  2. Budget festlegen

  3. Natürlich wissen Sie zu Beginn noch nicht wie viel die Webseite kosten wird. Sie sollten jedoch ein paar grundsätzliche Überlegungen dazu anstellen. Geht es um Kontaktakquise, dann klären Sie, wie viel Sie pro Jahr dafür ausgeben wollen und können. Geht es um einen Shop, dann klären Sie, innerhalb welcher Zeit sich der Shop amortisiert haben soll. Was bedeutet das für Ihre Budget?

  4. Festlegung der eigenen Keywords

    Definieren Sie in einem sehr frühen Stadium die Keywords, auf die Sie die gesamte Seite optimieren wollen.

  5. Kontaktangebote

    Über legen Sie sich gut, was Sie von dem Nutzer wollen. Soll er etwas bestellen? Soll er mit Ihnen Kontakt aufnehmen? Soll er einen eigenen Beitrag leisten?

  6. Festlegung der Seitenstruktur

    Welche Navigationspunkte bieten Sie an? Was steht wo auf der Webseite? Dafür sollten Sie sich Zeit lassen. Das später zu ändern ist sehr aufwändig, d. h. teuer. Ihre Seite sollte grundsätzlich nicht mehr als zwei Ebenen haben. Die Dritte Ebene kann man machen, wird aber von Google in der Regel nicht mehr gefunden. Gedanken machen sollten Sie sich dabei vor allem über die folgenden Fragen: Wie soll der Nutzer durch die Seite gehen? Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass nur vielleicht die Hälfte der Nutzer über die Homepage auf Ihre Webseite gelangt. Auch in diesem Fall sollte Ihr Nutzer sich zurecht finden. Machen Sie dem Nutzer auf einer Seite ruhig mehrere Angebote, je mehr er sich aber einer Kaufentscheidung nähert, umso weniger Angebote sollten Sie machen. Oder haben Sie bei Amazon im Bestellformular schon einmal Aufforderung gesehen: Und schauen Sie doch auch noch hier? – Das macht Amazon am Anfang des Kaufprozesses und dann wieder nach abgeschlossener Bestellung „Kunden die Ihr Buch gekauft haben, haben auch jenes Buch gekauft“. Wie kommen die Nutzer auf Ihre Webseite? Gibt es Nachrichten, Newsletter, einen Blog auf Ihrer Webseite?

  7. Social Media

    Spielen Social Media auf Ihrer Seite eine Rolle? Klären Sie welche.

  8. Briefing

    Jetzt können Sie ein Briefing für die programmierende Agentur schreiben. Machen Sie es möglichst genau und lassen Sie sich Zeit, denn hier sollte alles drin stehen, was die Agentur leisten soll. Es ist später in der Umsetzungsphase die Basis für die Beurteilung der geleistete Arbeit. Wenn Sie also mit Leistungen nicht zufrieden sind, hilft der Bezug auf ein gutes Briefing als Begründung – aber eben nur, wenn darin zu der betreffenden Leistung auch konkrete Anforderungen formuliert sind. Das Briefing sollte mindestens die folgenden Aspekte umfassen: Zielsetzung, eigene Positionierung und Kernbotschaft, Zielgruppe, Seitenstruktur, Social Media, Was soll das Design transportieren? Welche Interaktionselemente findet der Kunde vor? Welche Bildsprache schlägt die Agentur vor? Soll auch Text geliefert werden? Wann soll das Projekt abgeschlossen sein? Technische Aspekte wie z. B. das gewünschte System (siehe Punkt 8).

  9. Technisches System

    Es gibt viele technische Systeme auf deren Basis Sie eine Webseite programmieren können. Wesentlich für die Auswahl des Systems ist die Frage was die Webseite leisten soll. Deshalb ist die Festlegung der Seitenstruktur und damit der erforderlichen Features so wichtig. Gängige Systeme in Deutschland sind wordpress und Typo3. Leider ist es so, dass die Agenturen in der Regel nicht ergebnisoffen beraten. Denn die meisten Agenturen arbeiten nicht mit beiden Systemen. Sie werden Ihnen im Zweifel das System empfehlen, das die Agentur beherrscht und nicht unbedingt das System, das am besten zu Ihren Anforderungen passt. Sollten Sie sich nicht sicher sein, lassen Sie sich wenigstens von verschiedenen Agenturen ein Angebot machen: mindestens eines für wordpresss, eines für typo3. Lassen Sie sich von diesen die Vor- und Nachteile des jeweiligen Systems im Hinblick auf Ihre Anforderungen genau erläutern. Oder suchen Sie einen unabhängigen Marketing-Berater, der Sie neutral beraten kann.

Fortsetzung folgt

2 Kommentare von Checkliste neue Webseite erstellen I

  1. Hallo Simone,

    auch meine Erfahrung haben gezeigt, dass es äußerst wichtig ist, die oben genannten Punkte im Vorfeld mit dem Kunden zu klären. Dabei sollte man sich auch in jedem Fall der Vorteile bewusst werden, die mit dem Relaunch einer Firmenwebsite verbunden sind:
    1. optimierte Kundenansprache
    2. verbessertes Unternehmensimage
    3. langfristige Kundenbindung über Online-Newsletter und weitere interaktive Kommunikationstools
    4. Erschließung neuer Kundenpotenziale über Suchmaschinenoptimierung etc.

  2. Simone Bull says:

    Hallo Marta, ja, das stimmt! Und immer mehr Freude macht mir, die Webseite dann in ein rundes Social Media Konzept einzubinden.

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