Internationale und persönliche Erfahrungen mit Facebook

Anlässlich des Briefes der Verbraucherministerin an Facebook hat das Thema Privatsphäre im deutschen Netz hohe Wellen geschlagen. Wie wird im Ausland der deutsche Umgang mit Facebook wahrgenommen? Welche Erfahrungen gibt es dort? Dazu hat „Lumiere de Lune“ einen Bericht geschrieben.

Er ist in Französisch verfasst. Es gibt eine deutsche Kurzfassung, die leicht gekürzt ungefähr so lautet: „In Deutschland ist Facebook viel weniger verbreitet als in anderen europäischen Ländern, auch als in anderen deutschsprachigen Ländern: 8 % Deutschland, 17% Österreich, 23% Schweiz (% der Einwohner, die Facebook nutzen). Facebook ist gerade in einer schwierigen Phase: harte Kritik der Verbraucherministerin und öffentliche Boykott-Aufrufe von einigen Institutionen.


8% der Bevölkerung ist bereits ein ernstzunehmendes Potenzial und – vielleicht gerade weil es noch nicht stark für Werbezwecken genutzt wird  – ein effizientes Werkzeug Kunden und potenzielle Kunden anzusprechen. In jedem Fall können Firmen, die im gesamten deutschsprachigen Markt Produkte anbieten Facbook aufgrund der starken Nutzung in Österreich und der Schweiz nicht völlig ignorieren. Nichtsdestotrotz dürfen Firmen Facebook wegen des schlechten Images nur vorsichtig einsetzen, wenn sie bestehende Kunden nicht verärgern wollen … Und letztendlich müssen auch Gegner zugeben: Facebook ist zurzeit eine der Seiten, die am detailliertesten darüber berichtet was sie wie macht. Wer sich die Mühe machen will, kann genau nachlesen wie der Nutzer sie schützen kann: Ein Leitfaden für die Privatsphäre auf Facebook. Es gibt auch eine Facebook-Seite zum Thema Sicherheit deren Fan man werden kann, um sich laufend darüber zu informieren: Facebook security. Letztlich ist Facebook damit transparenter als so manch andere Seite.“

Ich habe mich durch die Privacy-Dokumente von Facebook durchgewühlt – Ja, Spaß hat es mir nicht gemacht. Und: Ich kann tatsächlich alles schützen, was mir schützenswert erscheint. Über die Listenfunktion kann ich selektieren wem ich welche Informationen zugänglich machen will. Mein Geburtsdatum (das ich gar nicht eingetragen habe) kann ich schützen. Ich kann selbst definieren, ob ich innerhalb von Facebook über die Suche gefunden werden will oder nicht und ob Google mich auf Facebook finden soll oder nicht.

Von meinem privaten Umfeld sind nicht viele auf Facebook vertreten. Eine alte amerikanische Freundin habe ich dort wieder getroffen, das hat mich sehr gefreut.

Jetzt habe ich für einen Kunden auf Facebook eine Seite gestartet. Er ist regional tätig und war skeptisch, aber offen. Bislang sind wir mit den ersten Rückmeldungen sehr zufrieden. Aus unserer Sicht ist es ein weiterer Weg auf welchem wir mit unseren Kunden kommunizieren können. Für dieses Unternehmen habe ich den Eindruck: Wir stehen erst am Anfang. Jetzt denken wir darüber nach wie wir die Interaktivität stärken können, denn das ist aus meiner Sicht der Mehrwert von Facebook. Hier geht es zur Seite

In Anbetracht der Nutzungsquote in Österreich und der Schweiz gehe ich davon aus, dass, wenn Facebook zukunftsfähig ist in diesen Ländern, ist eine ähnliche Nutzung in Deutschland nur eine Frage der Zeit. Aus Marketing-Sicht muß ich deshalb wissen, in welchem Kommunikations-Mix für welche Zielgruppe und welchen Kunden Facebook funktioniert. Ich bin auf dem besten Weg.

Ein Kommentar von Internationale und persönliche Erfahrungen mit Facebook

  1. Pingback: Facebook mehr als 500 Millionen Nutzer « Simone Bull Marketing

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