Moderation und Marketing oder Weiterbildung aus der Perspektive einer Selbstständigen

Zwei bis drei Mal im Jahr investiere ich in Fortbildung. Das können klassische Seminare sein oder Branchen-Treffs (siehe Authentisches Marketing für Bio.) In der letzten Woche habe ich drei Tage an einem Seminar teilgenommen. Aus Perspektive einer Selbstständigen hat das viele Facetten:

Auswahl der richtigen Weiterbildung

Natürlich heißt es an erster Stelle keine fakturierbaren Stunden. Also kein Einkommen. Zusätzlich bedeutet es Ausgaben. Meine kostbare Zeit möchte ich nur beim besten Anbieter am Markt einsetzen, deshalb sind die nötigen Ausgaben meistens – so auch in diesem Fall – nicht unerheblich.

Da ich selbst mehrere Jahre, zum Teil in leitender Funktion, bei einem Bildungsanbieter gearbeitet habe, kann ich zum einen die Präsentation eines Anbieters recht gut beurteilen, zum anderen weiß ich, welche zusätzlichen Informationen ich brauche. Das sind nach meiner Erfahrung: 1. Referenzen des Dozenten/des Seminarleiters (am besten sind diese bereits den Informationen über das Seminar beigefügt, falls nicht erfrage ich sie) 2. Empfehlungen von bisherigen Teilnehmern (sofern ich durch mein eigenes Netzwerk keinen Zugang zu Empfehlungen habe, dann frage ich den Anbieter nach Kontaktadressen von Empfehlungsgeber. Ist es nicht möglich zu bisherigen Teilnehmern Kontakt aufzunehmen, dann ist das für mich bereits ein Knock-out-Kriterium). In diesem Fall konnte ich mich auf Empfehlungen aus meinem persönlichen Netzwerk verlassen und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Es waren sehr ertragreiche drei Tage.

Marketing und Moderation

Dieses Mal hatte ich mich für das Thema Moderation entschieden. Nein, ich moderiere keine Verkaufsshows in Autohäusern, auch nicht im Fernsehen oder im Radio. Wenn Sie das wünschen, suche ich für Sie die richtige Person. Ich benötige Moderation vor allem in der Zielfindungs-, Strategieentwicklungs- und Konzeptionsphase eines Projektes. Dabei geht es darum mit einer Gruppe ein Ziel zu definieren oder ein definiertes Ziel zu erreichen. Damit haben meine Auftraggeber zwei Dinge erreicht: 1. das Ziel ist klar und 2. die Betroffenen sind beteiligt. Das kostet am Anfang etwas Zeit, zahlt sich im Prozess aber aus, denn es beschleunigt in späteren Phasen die Arbeit, weil alle an einem Strang ziehen. Außerdem ist die Beteiligung der Betroffenen notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Implementierung.

Beim letzten Workshop wollten fünf Personen, zwei Führungskräfte und drei Mitarbeiter, die Idee einer großen Veranstaltung konkretisieren und weitere Schritte festlegen. Das ist uns innerhalb von vier Stunden gelungen. Die Veranstaltung hat an Gestalt gewonnen, nächste Schritte wurden vereinbart. Beim weiteren Verlauf des Projektes brauchte ich die Unterstützung von zwei der Mitarbeiter. Ich habe direkt Kontakt aufgenommen, die betreffenden Personen wussten unmittelbar was ich wollte, das Ziel war klar und innerhalb kürzester Zeit hatten wir den nächsten Schritt abgearbeitet und ich bin mir sicher, dass alle fünf Personen mit sehr hohem Engagement – weit über das Nötige hinaus – auch zukünftig mitarbeiten werden. Das macht nicht nur mir Spaß.

Von Bestätigung über Innovationsmanagement bis Kompetenzzuwachs

Während des Seminars in der letzten Woche war die Bestätigung wohltuend, dass ich bisherige Moderationsaufgaben ganz ordentlich bewältigt habe. Dazu kommt der themenbezogene Wissensaufbau. Ich habe viel von den beiden Dozenten und durch üben gelernt. Das war gut. Ich habe aber auch von anderen Teilnehmern viel gelernt, dank deren Feedback auf fachlicher und auf persönlicher Ebene sowie dank deren Berichte aus ihren Fachgebieten.

In diesem Seminar habe ich mich zum Beispiel längere Zeit mit einer Teilnehmerin unterhalten, die im Innovationsmanagement eines der größten Chemieunternehmens Deutschlands arbeitet. Innovationsmanagement ist ein noch relativ neues Thema und gehört oft zum Marketing. Auch diese Kollegin ist beim Marketing ihrer Sparte angesiedelt. Sie hat aber auch Kollegen in anderen Bereichen. Der Austausch funktioniert – wie oft in Großkonzernen – meistens informell. Von ihr habe ich viel gelernt über die Aufbau- und Ablauforganisation dieses Themas innerhalb ihres Konzerns und über das aktive Tun – sehr spannend.

Mit jedem Seminar erweitere ich mein Netzwerk und wenn es sehr gut läuft gewinne ich Kunden (war in diesem Fall nicht so). Und nicht zu vergessen: Diese drei Tage waren für mich auch trotz harter Arbeit (am zweiten Seminartag bis kurz vor Mitternacht) erholsam: Raus aus dem Alltag, ganz in ein Themengebiet eintauchen, ein bekanntes Feld deutlich vertiefen – das ist wunderbar und trägt in meinem Alltag weiter, viel weiter als nur der reine Wissen- und Kompetenzzuwachs.

Und übrigens kann ich diesen Seminaranbieter für das Thema Moderation vorbehaltlos weiterempfehlen: Neuland – Skills and Methods

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