"Dranbleiben" als Auftrag oder Zeitmanagement einer Selbstständigen

Herrje, wo bleibt die Zeit. Die Netzwerkaktivitäten fressen mich auf. Alleine das Surfen, die Xing und Facebook-Aktivitäten fressen Stunden. Wann soll ich die eigentliche Arbeit machen und wann das sonstige Leben leben?

Mein persönliches Zeitmanagement-System

Mein erprobtes Karteikartensystem rettet das Nötige: Ich schreibe alles auf grüne Karteikarten. Manche Dinge stehen lange auf der Karteikarte wie z. B. dass ich Origami ausprobieren will oder das Buch „Beschleunigung – Die Veränderung der Zeitstruktur in der Moderne“ von Hartmut Rosa. Am Morgen kommen dann die Jobs für den Tag auf eine orange Karte: der Kundentermin, die Einkaufsliste und auch das Sportstudio (seit ich Sport als Job definiert habe, sind es nicht nur gute Vorsätze, ich gehe tatsächlich hin). Sehr motivierend, wenn am Abend die Jobs auf der orangen Karte alle abgehakt sind. Und seit ich das Kartensystem anwende kann ich entspannt duschen: Lästige Gedanken was noch zu erledigen ist, kann ich getrost zur Seite schieben, steht ja alles auf meiner Karte. Zurzeit steigt mein Arbeitspensum an. Jede gute Strategie muss bei veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Deshalb werde ich heute blaue Karteikarten kaufen. Auf der blauen Karte landen künftige die Jobaktivitäten, die grüne Karte bleibt für Privates reserviert, bevor beides auf der orangenen Karte für den Tag seinen Platz findet.

Dranbleiben als Auftrag

Das Thema Zeit ist auch immer eines zwischen mir und meinen Kunden. Häufig sind wir uns einig über den nächsten erforderlichen Schritt, wie z. B. heute beim Telefonat mit einem Kunden: der nächste Strategieworkshop mit leitenden Mitarbeitern ist dringend erforderlich, um Klarheit über weitere Maßnahmen zu erlangen. Schon drei Mal habe ich um die Terminfestlegung gebeten: immer die gleiche Antwort: „Ja, ich weiß, aber wir haben es noch nicht geschafft.“ Immer wieder frage ich zwischendurch: „Sollen wir es wirklich machen?“ Immer wieder die gleiche Antwort des Kunden: „ja, ja, in jedem Fall. Es ist keine Frage, wir müssen den Workshop unbedingt machen. Ich kümmere mich um einen Termin.“ Und eine Woche später frage ich wieder nach: immer noch kein Termin.

Jetzt habe ich einen konkreten Terminvorschlag gemacht. Natürlich nervt mich das. Es hält auf, bindet unnötig Gedanken und Kräfte. Und trotzdem gilt: Ich bleibe dran, im Auftrag meines Kunden. Darin sehe ich nämlich auch einen Teil meiner Aufgabe: Immer wieder die Dinge einzufordern über die wir uns einig sind, darauf achten, dass sie nicht im geschäftigen Alltag untergehen, sondern geschehen – damit das Unternehmen voran kommt. Gerade dieser Kunde bestätigt mir immer wieder: ja das ist ein wichtiger Teil des Jobs. Und ich denke mir: Ja, auch dafür bezahlt er mich – Deshalb ist es auch in Ordnung.

2 Kommentare von "Dranbleiben" als Auftrag oder Zeitmanagement einer Selbstständigen

  1. Eckbert says:

    Mahlzeit , wircklich tollen Weblog hast du . Ich selbst hab genauso vor kurzem eine Site gebastelt, nähmlich eine Suchmaschiene. Momentan noch benutzbar unter beta.jerome.de. Währe echt toll von dir wenn du mir berichtest ob du sie gut findest und was vielleicht noch schlecht daran ist. Ein Design kommt erst im Laufe des Tages hinzu. Bis dann – 345zhf4

  2. Simone Bull says:

    Hallo Eckbert,
    bislang ist mir deine Webseite zu unkonkret, deshalb habe ich den Link entfernt. Wenn dein Projekt weiter fortgeschritten ist, helfe ich dir gerne.

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